Mietspiegel Greven 2026 — Mietpreise, Rechtslage & amtlicher Mietspiegel
Was kostet Wohnen in Greven aktuell? Die durchschnittliche Angebotsmiete (Nettokaltmiete) liegt 2026 bei 8,78 €/m². Diese Seite zeigt die Angebotsmieten aus dem Markt nach Wohnlage, Baujahr, Größe und Stadtteil, sowie den rechtlichen Rahmen (Mietpreisbremse & Kappungsgrenze).
Marktmiete, Mietspiegel und Recht — drei verschiedene Dinge
Die Angebotsmiete ist der Preis, der in Wohnungsinseraten für neu angebotene Wohnungen verlangt wird — in Greven liegt sie 2026 im Schnitt bei 8,78 €/m² (Nettokaltmiete, Inseratsauswertung). Davon zu unterscheiden ist die ortsübliche Vergleichsmiete: die Miete, die für vergleichbare Wohnungen in laufenden Mietverhältnissen üblicherweise gezahlt wird. Für Mieterhöhungen im bestehenden Mietverhältnis ist rechtlich die ortsübliche Vergleichsmiete maßgeblich, nicht der Inseratspreis.
Angebotsmiete
Der in Inseraten geforderte Preis für neu angebotene Wohnungen — echte Marktdaten aus der Inseratsauswertung, aufgeschlüsselt nach Wohnlage, Baujahr, Größe und Stadtteil.
Ortsübliche Vergleichsmiete
Die Miete, die für vergleichbare Wohnungen in laufenden Mietverhältnissen üblicherweise gezahlt wird — die rechtlich maßgebliche Größe für Mieterhöhungen.
Mietpreisentwicklung in Greven
In Greven liegt die durchschnittliche Angebotsmiete aus Inseraten aktuell bei 8,78 €/m². Im Vergleich zum Vorjahr zeigt sich ein Anstieg um 4,9 %, was die dynamische Entwicklung des lokalen Mietmarktes widerspiegelt.
Die Wohnlage hat einen deutlichen Einfluss auf das Mietpreisniveau. Während Wohnungen in einfachen Lagen mit 7,18 €/m² inseriert werden, liegen die Angebotsmieten in guten Wohnlagen bei 11,4 €/m². Mittlere Wohnlagen bewegen sich mit 9,03 €/m² im Bereich des stadtweiten Durchschnitts.
Das Baujahr der Immobilie spielt ebenfalls eine wesentliche Rolle bei der Mietpreisbildung. Altbauwohnungen bis Baujahr 1949 werden mit 7,64 €/m² angeboten, während Neubauten ab 2021 Angebotsmieten von 11,26 €/m² erreichen. Objekte aus den Baujahren 2000 bis 2015 liegen mit 9,96 €/m² im oberen Mittelfeld der Preisspanne.
Marktmieten in Greven nach Wohnlage
| Nettokaltmiete /m² | 2022 | 2023 | 2024 | 2025 | 2026 |
|---|---|---|---|---|---|
| Einfach | 5,98 € | 6,22 € | 6,52 € | 6,96 € | 7,18 € |
| Mittel | 7,52 € | 7,82 € | 8,20 € | 8,75 € | 9,03 € |
| Gut | 9,49 € | 9,87 € | 10,35 € | 11,05 € | 11,40 € |
Mietpreise in Greven nach Baujahr
| Nettokaltmiete /m² | 2022 | 2023 | 2024 | 2025 | 2026 |
|---|---|---|---|---|---|
| bis 1949 | 6,37 € | 6,62 € | 6,94 € | 7,41 € | 7,64 € |
| 1950 - 1979 | 6,55 € | 6,81 € | 7,14 € | 7,62 € | 7,87 € |
| 1980 - 1999 | 7,14 € | 7,42 € | 7,78 € | 8,31 € | 8,57 € |
| 2000 - 2015 | 8,30 € | 8,63 € | 9,04 € | 9,66 € | 9,96 € |
| 2016 - 2020 | 9,02 € | 9,37 € | 9,83 € | 10,49 € | 10,82 € |
| ab 2021 | 9,38 € | 9,75 € | 10,23 € | 10,92 € | 11,26 € |
Durchschnittliche Miete nach Wohnungsgröße
| Nettokaltmiete /m² | 2022 | 2023 | 2024 | 2025 | 2026 |
|---|---|---|---|---|---|
| Bis 45 m² | 8,36 € | 8,69 € | 9,12 € | 9,73 € | 10,04 € |
| 45 - 100 m² | 7,45 € | 7,74 € | 8,12 € | 8,67 € | 8,94 € |
| Über 100 m² | 6,62 € | 6,89 € | 7,22 € | 7,71 € | 7,95 € |
| Einfamilienhaus | 8,44 € | 8,77 € | 9,19 € | 9,81 € | 10,12 € |
Wohnungsmieten in Greven
Nach Zimmeranzahl
| Nettokaltmiete /m² | 2022 | 2023 | 2024 | 2025 | 2026 |
|---|---|---|---|---|---|
| 1 Zimmer | 8,41 € | 8,74 € | 9,16 € | 9,78 € | 10,09 € |
| 2 Zimmer | 7,65 € | 7,95 € | 8,34 € | 8,90 € | 9,18 € |
| 3 Zimmer | 7,52 € | 7,82 € | 8,19 € | 8,75 € | 9,02 € |
| 4 Zimmer | 6,91 € | 7,18 € | 7,53 € | 8,04 € | 8,29 € |
| 5+ Zimmer | 6,59 € | 6,86 € | 7,19 € | 7,67 € | 7,92 € |
Nach Etage
| Nettokaltmiete /m² | 2022 | 2023 | 2024 | 2025 | 2026 |
|---|---|---|---|---|---|
| Erdgeschoss | 7,05 € | 7,33 € | 7,69 € | 8,21 € | 8,47 € |
| 1. Stock | 7,41 € | 7,71 € | 8,08 € | 8,62 € | 8,90 € |
| 2. Stock | 7,11 € | 7,39 € | 7,75 € | 8,27 € | 8,53 € |
| 3.+ Stock | 7,50 € | 7,79 € | 8,17 € | 8,72 € | 9,00 € |
Mietpreise für Häuser in Greven
Nach Haustyp
| Nettokaltmiete /m² | 2022 | 2023 | 2024 | 2025 | 2026 |
|---|---|---|---|---|---|
| Einfamilienhaus | 8,36 € | 8,69 € | 9,11 € | 9,72 € | 10,03 € |
| Doppelhaushälfte | 7,42 € | 7,71 € | 8,09 € | 8,63 € | 8,91 € |
| Reihenhaus | 6,62 € | 6,88 € | 7,21 € | 7,70 € | 7,94 € |
| Mehrfamilienhaus | 6,11 € | 6,35 € | 6,66 € | 7,11 € | 7,34 € |
Nach Zimmeranzahl
| Nettokaltmiete /m² | 2022 | 2023 | 2024 | 2025 | 2026 |
|---|---|---|---|---|---|
| 3 Zimmer | 6,45 € | 6,71 € | 7,03 € | 7,51 € | 7,75 € |
| 4 Zimmer | 7,43 € | 7,73 € | 8,10 € | 8,65 € | 8,92 € |
| 5 Zimmer | 7,64 € | 7,94 € | 8,32 € | 8,89 € | 9,17 € |
| 6+ Zimmer | 8,32 € | 8,65 € | 9,07 € | 9,68 € | 9,98 € |
Mietpreisbremse & Kappungsgrenze in Greven
Mietpreisbremse (Neuvermietung)
Bei Wiedervermietung darf die Miete höchstens 10 % über der ortsüblichen Vergleichsmiete liegen. Greven ist in der Mieterschutzverordnung NRW (seit 01.03.2025) als Gebiet mit angespanntem Wohnungsmarkt festgelegt. Bundesweit bis Ende 2029 verlängert.
Kappungsgrenze (Bestand)
Obergrenze für Mieterhöhungen im laufenden Mietverhältnis — statt bundesweit 20 %, abgesenkt über die MietSchVO NRW, gültig bis 28.02.2030. Erhöhungen gehen nie über die ortsübliche Vergleichsmiete hinaus.
Kündigungssperrfrist nach Umwandlung: Nach Umwandlung in Eigentumswohnungen ist die Sperrfrist in Greven auf 8 Jahre verlängert.
Modernisierungsumlage: Nach einer Modernisierung dürfen bis zu 8 % der Kosten jährlich auf die Jahresmiete umgelegt werden — gedeckelt durch gesetzliche Kappungsbeträge.
Ortsübliche Vergleichsmiete in Greven
Ob eine Gemeinde einen amtlichen Mietspiegel führt, entscheidet sie selbst — verbindliche Auskunft dazu erteilt die Stadt- bzw. Gemeindeverwaltung von Greven. Ein Mietspiegel ist eine Übersicht über die ortsübliche Vergleichsmiete (§ 558c/§ 558d BGB), die von der Gemeinde oder von Interessenvertretungen der Mieter und Vermieter erstellt wird. Liegt kein Mietspiegel vor, kann die ortsübliche Vergleichsmiete über Vergleichswohnungen oder ein Sachverständigengutachten (§ 558a BGB) begründet werden. Die auf dieser Seite gezeigten Werte sind Angebotsmieten aus Inseraten und dienen der Marktorientierung.
So funktioniert der amtliche Mietspiegel: welche Merkmale zählen?
Innerhalb eines Mietspiegel-Tabellenfeldes entscheidet die Bewertung der wohnwertrelevanten Merkmale (§ 558 Abs. 2 BGB), wo genau eine Wohnung in der Spanne liegt:
1. Bad / WC
Zweites WC, Fußbodenheizung im Bad, hochwertige Ausstattung → aufwertend; fehlende Ausstattung → abwertend.
2. Küche
Moderne Einbauküche, Ceranfeld/Induktion → aufwertend.
3. Wohnung
Balkon/Terrasse, Fußboden, Grundriss, Deckenhöhe.
4. Gebäude
Aufzug, Barrierefreiheit, energetischer Zustand, Fahrradräume, Zustand des Treppenhauses.
5. Wohnumfeld
Lärm, begrünte Innenhöfe, Stellplätze, Aufenthaltsqualität.
Modernisierung
Energetische Sanierung und Modernisierung wirken als Zuschlag innerhalb der Spanne — das Baujahr allein genügt nicht.
So berechnen Sie Ihre ortsübliche Vergleichsmiete (Schritt für Schritt)
- 1
Wohnlage bestimmen. Prüfen Sie im Straßen- und Wohnlagenverzeichnis der Stadt Greven, in welcher Wohnlage Ihre Adresse liegt.
- 2
Baualtersklasse & Größe zuordnen. Bestimmen Sie Bezugsfertigkeit (z. B. „1990“) und Wohnfläche (z. B. 70 m²).
- 3
Vergleichswerte heranziehen. Ohne amtlichen Mietspiegel dienen Vergleichswohnungen oder ein Sachverständigengutachten (§ 558a BGB) als Grundlage.
- 4
Merkmale bewerten. Gehen Sie die fünf Merkmalgruppen durch und zählen Sie auf- und abwertende Merkmale.
- 5
Innerhalb der Spanne einordnen. Überwiegen aufwertende Merkmale, rückt der Wert zur oberen Spanne; überwiegen abwertende, zur unteren. Halten sie sich die Waage, gilt der Mittelwert.
- 6
Gesamtmiete berechnen. Wohnfläche × €/m² = ortsübliche Nettokaltmiete pro Monat.
Mieten im Umland von Greven
Greven liegt mit einer durchschnittlichen Nettokaltmiete von 8,78 €/m² im oberen Mittelfeld der Region. Die Mietpreise bewegen sich damit leicht über dem Durchschnitt der umliegenden Städte und ordnen sich zwischen den günstigeren Nachbargemeinden und den deutlich teureren Standorten ein.
Die Spannweite in der Region ist beträchtlich: Während die niedrigsten Mieten bei 8,09 €/m² bis 8,17 €/m² liegen, erreichen die Spitzenwerte 11,50 €/m² und 9,82 €/m². Greven positioniert sich damit rund 23,9 % günstiger als die teuerste Nachbarstadt, liegt aber etwa 8,5 % über den preiswertesten Standorten der Umgebung.
| Name | Ø Miete/m² | Veränderung |
|---|---|---|
| Saerbeck | 8,09 € | +4,9% |
| Ladbergen | 8,13 € | +4,4% |
| Nordwalde | 8,71 € | +3,8% |
| Emsdetten | 8,45 € | +4,1% |
| Altenberge | 9,20 € | +5,1% |
| Ostbevern | 8,76 € | +6,6% |
| Telgte | 9,82 € | +5,9% |
| Münster | 11,50 € | +4,9% |
| Lengerich | 8,10 € | +5,3% |
| Tecklenburg | 8,17 € | +4,7% |
Immobilienpreise in Greven
Neben Mietpreisen sind auch die Kaufpreise für Immobilien in Greven relevant. Für weitere Informationen lesen Sie gerne die Artikel zum Bodenrichtwert in Greven sowie zur Entwicklung der aktuellen Quadratmeterpreise zum Mieten und Kaufen in Greven.
Häufige Fragen zu den Mietpreisen in Greven 2026
Die durchschnittliche Angebotsmiete (Nettokaltmiete aus Inseraten) in Greven liegt aktuell bei 8,78 €/m². Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Miete um 4,9%.
Die Angebotsmieten in Greven haben sich im Vergleich zum Vorjahr um 4,9% verändert. Die detaillierte historische Entwicklung finden Sie im Diagramm weiter oben.
Ja. Greven ist in der Mieterschutzverordnung NRW (in Kraft seit 01.03.2025) als Gebiet mit angespanntem Wohnungsmarkt festgelegt. Bei Wiedervermietung darf die Miete höchstens 10 % über der ortsüblichen Vergleichsmiete liegen; bundesweit wurde die Mietpreisbremse bis Ende 2029 verlängert.
Im bestehenden Mietverhältnis darf die Miete innerhalb von drei Jahren um höchstens 15 % steigen (statt bundesweit 20 % – abgesenkt über die MietSchVO NRW, gültig bis 28.02.2030) – und nur bis zur ortsüblichen Vergleichsmiete.
Quellen & Stand der Daten
- Angebotsmieten: laufende Inseratsauswertung, Stand Q1 2026 — Marktdaten, nicht amtlich.
- Rechtsstatus: BBSR-Übersicht zu Mietpreisbremse und Kappungsgrenze sowie Mieterschutzverordnung NRW — recht.nrw.de
- Gesetzliche Grundlagen: § 558, § 558a, § 558c, § 558d BGB sowie die Mietspiegelverordnung (MsV) — gesetze-im-internet.de
Hinweis: Diese Seite dient der Information und ersetzt keine Rechtsberatung. Verbindliche Auskünfte zu Mieterhöhung, Mietpreisbremse und ortsüblicher Vergleichsmiete erteilen der amtliche Mietspiegel, Mieter- bzw. Vermietervereine oder eine Fachanwältin/ein Fachanwalt für Mietrecht.