Mietspiegel Kaisersbach 2026 — Mietpreise, Rechtslage & amtlicher Mietspiegel
Was kostet Wohnen in Kaisersbach aktuell? Die durchschnittliche Angebotsmiete (Nettokaltmiete) liegt 2026 bei 9,75 €/m². Diese Seite zeigt die Angebotsmieten aus dem Markt nach Wohnlage, Baujahr und Größe sowie den rechtlichen Rahmen (Mietpreisbremse & Kappungsgrenze).
Marktmiete, Mietspiegel und Recht — drei verschiedene Dinge
Die Angebotsmiete ist der Preis, der in Wohnungsinseraten für neu angebotene Wohnungen verlangt wird — in Kaisersbach liegt sie 2026 im Schnitt bei 9,75 €/m² (Nettokaltmiete, Inseratsauswertung). Davon zu unterscheiden ist die ortsübliche Vergleichsmiete: die Miete, die für vergleichbare Wohnungen in laufenden Mietverhältnissen üblicherweise gezahlt wird. Für Mieterhöhungen im bestehenden Mietverhältnis ist rechtlich die ortsübliche Vergleichsmiete maßgeblich, nicht der Inseratspreis.
Angebotsmiete
Der in Inseraten geforderte Preis für neu angebotene Wohnungen — echte Marktdaten aus der Inseratsauswertung, aufgeschlüsselt nach Wohnlage, Baujahr, Größe und Stadtteil.
Ortsübliche Vergleichsmiete
Die Miete, die für vergleichbare Wohnungen in laufenden Mietverhältnissen üblicherweise gezahlt wird — die rechtlich maßgebliche Größe für Mieterhöhungen.
Mietpreisentwicklung in Kaisersbach
Die durchschnittliche Angebotsmiete in Kaisersbach liegt bei 9,75 €/m² und basiert auf aktuellen Inseratsdaten am Wohnungsmarkt. Im Vergleich zum Vorjahr zeigt sich eine Steigerung von 4,6 %. Diese Marktdaten aus Wohnungsanzeigen geben Aufschluss über das aktuelle Mietpreisniveau in der Gemeinde.
Die Wohnlage beeinflusst die Mietpreise deutlich: In einfachen Lagen werden durchschnittlich 8,11 €/m² aufgerufen, während Wohnungen in guten Lagen mit 12,53 €/m² angeboten werden. Mittlere Wohnlagen bewegen sich mit 9,46 €/m² im durchschnittlichen Bereich.
Das Baujahr der Immobilie wirkt sich ebenfalls auf die Miethöhe aus. Ältere Wohnungen aus der Zeit bis 1949 werden mit 8,50 €/m² inseriert, während Neubauten ab 2021 mit 12,52 €/m² deutlich höhere Angebotsmieten aufweisen. Objekte aus den Baujahren 2000 bis 2015 liegen bei 11,15 €/m², was den kontinuierlichen Anstieg der Mieten mit zunehmend jüngerem Baujahr verdeutlicht.
Marktmieten in Kaisersbach nach Wohnlage
| Nettokaltmiete /m² | 2022 | 2023 | 2024 | 2025 | 2026 |
|---|---|---|---|---|---|
| Einfach | 6,98 € | 7,27 € | 7,55 € | 7,84 € | 8,11 € |
| Mittel | 8,15 € | 8,48 € | 8,81 € | 9,15 € | 9,46 € |
| Gut | 10,79 € | 11,23 € | 11,67 € | 12,12 € | 12,53 € |
Mietpreise in Kaisersbach nach Baujahr
| Nettokaltmiete /m² | 2022 | 2023 | 2024 | 2025 | 2026 |
|---|---|---|---|---|---|
| bis 1949 | 7,32 € | 7,61 € | 7,91 € | 8,22 € | 8,50 € |
| 1950 - 1979 | 7,78 € | 8,10 € | 8,41 € | 8,74 € | 9,03 € |
| 1980 - 1999 | 8,48 € | 8,83 € | 9,17 € | 9,52 € | 9,85 € |
| 2000 - 2015 | 9,61 € | 10,00 € | 10,38 € | 10,79 € | 11,15 € |
| 2016 - 2020 | 9,97 € | 10,38 € | 10,78 € | 11,20 € | 11,58 € |
| ab 2021 | 10,79 € | 11,22 € | 11,66 € | 12,11 € | 12,52 € |
Durchschnittliche Miete nach Wohnungsgröße
| Nettokaltmiete /m² | 2022 | 2023 | 2024 | 2025 | 2026 |
|---|---|---|---|---|---|
| Bis 45 m² | 9,43 € | 9,81 € | 10,19 € | 10,59 € | 10,95 € |
| 45 - 100 m² | 8,56 € | 8,91 € | 9,26 € | 9,61 € | 9,94 € |
| Über 100 m² | 7,46 € | 7,76 € | 8,07 € | 8,38 € | 8,66 € |
| Einfamilienhaus | 9,82 € | 10,22 € | 10,61 € | 11,02 € | 11,40 € |
Wohnungsmieten in Kaisersbach
Nach Zimmeranzahl
| Nettokaltmiete /m² | 2022 | 2023 | 2024 | 2025 | 2026 |
|---|---|---|---|---|---|
| 1 Zimmer | 10,07 € | 10,48 € | 10,89 € | 11,31 € | 11,69 € |
| 2 Zimmer | 8,71 € | 9,06 € | 9,41 € | 9,78 € | 10,11 € |
| 3 Zimmer | 8,58 € | 8,92 € | 9,27 € | 9,63 € | 9,96 € |
| 4 Zimmer | 7,90 € | 8,22 € | 8,54 € | 8,87 € | 9,18 € |
| 5+ Zimmer | 7,72 € | 8,04 € | 8,35 € | 8,67 € | 8,97 € |
Nach Etage
| Nettokaltmiete /m² | 2022 | 2023 | 2024 | 2025 | 2026 |
|---|---|---|---|---|---|
| Erdgeschoss | 7,89 € | 8,21 € | 8,53 € | 8,85 € | 9,15 € |
| 1. Stock | 8,32 € | 8,65 € | 8,99 € | 9,34 € | 9,66 € |
| 2. Stock | 8,37 € | 8,71 € | 9,05 € | 9,40 € | 9,72 € |
| 3.+ Stock | 8,25 € | 8,58 € | 8,92 € | 9,26 € | 9,58 € |
Mietpreise für Häuser in Kaisersbach
Nach Haustyp
| Nettokaltmiete /m² | 2022 | 2023 | 2024 | 2025 | 2026 |
|---|---|---|---|---|---|
| Einfamilienhaus | 9,40 € | 9,78 € | 10,16 € | 10,55 € | 10,91 € |
| Doppelhaushälfte | 8,29 € | 8,63 € | 8,96 € | 9,31 € | 9,63 € |
| Reihenhaus | 7,73 € | 8,05 € | 8,36 € | 8,68 € | 8,98 € |
| Mehrfamilienhaus | 7,20 € | 7,49 € | 7,78 € | 8,08 € | 8,36 € |
Nach Zimmeranzahl
| Nettokaltmiete /m² | 2022 | 2023 | 2024 | 2025 | 2026 |
|---|---|---|---|---|---|
| 3 Zimmer | 7,61 € | 7,92 € | 8,23 € | 8,54 € | 8,83 € |
| 4 Zimmer | 8,22 € | 8,55 € | 8,88 € | 9,22 € | 9,54 € |
| 5 Zimmer | 8,83 € | 9,19 € | 9,54 € | 9,91 € | 10,25 € |
| 6+ Zimmer | 9,30 € | 9,67 € | 10,05 € | 10,44 € | 10,79 € |
Mietpreisbremse & Kappungsgrenze in Kaisersbach
Mietpreisbremse (Neuvermietung)
Kaisersbach ist derzeit nicht als Gebiet mit angespanntem Wohnungsmarkt ausgewiesen — bei Neuvermietung ist die Miethöhe nicht auf 10 % über der ortsüblichen Vergleichsmiete begrenzt.
Kappungsgrenze (Bestand)
Obergrenze für Mieterhöhungen im laufenden Mietverhältnis. Erhöhungen gehen nie über die ortsübliche Vergleichsmiete hinaus.
Modernisierungsumlage: Nach einer Modernisierung dürfen bis zu 8 % der Kosten jährlich auf die Jahresmiete umgelegt werden — gedeckelt durch gesetzliche Kappungsbeträge.
Ortsübliche Vergleichsmiete in Kaisersbach
Ob eine Gemeinde einen amtlichen Mietspiegel führt, entscheidet sie selbst — verbindliche Auskunft dazu erteilt die Stadt- bzw. Gemeindeverwaltung von Kaisersbach. Ein Mietspiegel ist eine Übersicht über die ortsübliche Vergleichsmiete (§ 558c/§ 558d BGB), die von der Gemeinde oder von Interessenvertretungen der Mieter und Vermieter erstellt wird. Liegt kein Mietspiegel vor, kann die ortsübliche Vergleichsmiete über Vergleichswohnungen oder ein Sachverständigengutachten (§ 558a BGB) begründet werden. Die auf dieser Seite gezeigten Werte sind Angebotsmieten aus Inseraten und dienen der Marktorientierung.
So funktioniert der amtliche Mietspiegel: welche Merkmale zählen?
Innerhalb eines Mietspiegel-Tabellenfeldes entscheidet die Bewertung der wohnwertrelevanten Merkmale (§ 558 Abs. 2 BGB), wo genau eine Wohnung in der Spanne liegt:
1. Bad / WC
Zweites WC, Fußbodenheizung im Bad, hochwertige Ausstattung → aufwertend; fehlende Ausstattung → abwertend.
2. Küche
Moderne Einbauküche, Ceranfeld/Induktion → aufwertend.
3. Wohnung
Balkon/Terrasse, Fußboden, Grundriss, Deckenhöhe.
4. Gebäude
Aufzug, Barrierefreiheit, energetischer Zustand, Fahrradräume, Zustand des Treppenhauses.
5. Wohnumfeld
Lärm, begrünte Innenhöfe, Stellplätze, Aufenthaltsqualität.
Modernisierung
Energetische Sanierung und Modernisierung wirken als Zuschlag innerhalb der Spanne — das Baujahr allein genügt nicht.
So berechnen Sie Ihre ortsübliche Vergleichsmiete (Schritt für Schritt)
- 1
Wohnlage bestimmen. Prüfen Sie im Straßen- und Wohnlagenverzeichnis der Stadt Kaisersbach, in welcher Wohnlage Ihre Adresse liegt.
- 2
Baualtersklasse & Größe zuordnen. Bestimmen Sie Bezugsfertigkeit (z. B. „1990“) und Wohnfläche (z. B. 70 m²).
- 3
Vergleichswerte heranziehen. Ohne amtlichen Mietspiegel dienen Vergleichswohnungen oder ein Sachverständigengutachten (§ 558a BGB) als Grundlage.
- 4
Merkmale bewerten. Gehen Sie die fünf Merkmalgruppen durch und zählen Sie auf- und abwertende Merkmale.
- 5
Innerhalb der Spanne einordnen. Überwiegen aufwertende Merkmale, rückt der Wert zur oberen Spanne; überwiegen abwertende, zur unteren. Halten sie sich die Waage, gilt der Mittelwert.
- 6
Gesamtmiete berechnen. Wohnfläche × €/m² = ortsübliche Nettokaltmiete pro Monat.
Mieten im Umland von Kaisersbach
Kaisersbach weist mit 9,75 €/m² eine durchschnittliche Nettokaltmiete auf, die deutlich unter dem Niveau der meisten Nachbarstädte liegt. Im direkten Umfeld erreichen insbesondere die benachbarten Gemeinden mit 10,83 €/m², 11,34 €/m² und 10,71 €/m² spürbar höhere Mietpreise, während nur zwei Nachbarstädte mit 8,98 €/m² und 9,12 €/m² günstigere Mieten aufweisen.
Im regionalen Vergleich positioniert sich Kaisersbach damit im unteren Mittelfeld der Mietpreisskala. Die Differenz zur teuersten Nachbarstadt beträgt 1,59 €/m² oder etwa 16,3 %, während zur günstigsten Gemeinde lediglich 0,77 €/m² Unterschied bestehen.
| Name | Ø Miete/m² | Veränderung |
|---|---|---|
| Alfdorf | 10,10 € | +5,0% |
| Welzheim | 10,49 € | +5,1% |
| Althütte | 10,25 € | +4,7% |
| Murrhardt | 9,81 € | +4,8% |
| Gschwend | 8,98 € | +4,1% |
| Fichtenberg | 9,51 € | +4,5% |
| Rudersberg | 10,71 € | +4,8% |
| Auenwald | 10,83 € | +5,3% |
| Spraitbach | 9,12 € | +4,1% |
| Weissach im Tal | 11,34 € | +4,3% |
Immobilienpreise in Kaisersbach
Neben Mietpreisen sind auch die Kaufpreise für Immobilien in Kaisersbach relevant. Für weitere Informationen lesen Sie gerne die Artikel zum Bodenrichtwert in Kaisersbach sowie zur Entwicklung der aktuellen Quadratmeterpreise zum Mieten und Kaufen in Kaisersbach.
Häufige Fragen zu den Mietpreisen in Kaisersbach 2026
Die durchschnittliche Angebotsmiete (Nettokaltmiete aus Inseraten) in Kaisersbach liegt aktuell bei 9,75 €/m². Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Miete um 4,6%.
Die Angebotsmieten in Kaisersbach haben sich im Vergleich zum Vorjahr um 4,6% verändert. Die detaillierte historische Entwicklung finden Sie im Diagramm weiter oben.
Nein. Kaisersbach ist derzeit nicht als Gebiet mit angespanntem Wohnungsmarkt ausgewiesen – bei Neuvermietung gilt keine Mietpreisbremse.
Im bestehenden Mietverhältnis darf die Miete innerhalb von drei Jahren um höchstens 20 % steigen – und nur bis zur ortsüblichen Vergleichsmiete.
Quellen & Stand der Daten
- Angebotsmieten: laufende Inseratsauswertung, Stand Q1 2026 — Marktdaten, nicht amtlich.
- Rechtsstatus: BBSR-Übersicht zu Mietpreisbremse und Kappungsgrenze — bbsr.bund.de
- Gesetzliche Grundlagen: § 558, § 558a, § 558c, § 558d BGB sowie die Mietspiegelverordnung (MsV) — gesetze-im-internet.de
Hinweis: Diese Seite dient der Information und ersetzt keine Rechtsberatung. Verbindliche Auskünfte zu Mieterhöhung, Mietpreisbremse und ortsüblicher Vergleichsmiete erteilen der amtliche Mietspiegel, Mieter- bzw. Vermietervereine oder eine Fachanwältin/ein Fachanwalt für Mietrecht.