Mietspiegel Friesenheim 2026 — Mietpreise, Rechtslage & amtlicher Mietspiegel
Was kostet Wohnen in Friesenheim aktuell? Die durchschnittliche Angebotsmiete (Nettokaltmiete) liegt 2026 bei 9,94 €/m². Diese Seite zeigt die Angebotsmieten aus dem Markt nach Wohnlage, Baujahr und Größe sowie den rechtlichen Rahmen (Mietpreisbremse & Kappungsgrenze).
Marktmiete, Mietspiegel und Recht — drei verschiedene Dinge
Die Angebotsmiete ist der Preis, der in Wohnungsinseraten für neu angebotene Wohnungen verlangt wird — in Friesenheim liegt sie 2026 im Schnitt bei 9,94 €/m² (Nettokaltmiete, Inseratsauswertung). Davon zu unterscheiden ist die ortsübliche Vergleichsmiete: die Miete, die für vergleichbare Wohnungen in laufenden Mietverhältnissen üblicherweise gezahlt wird. Für Mieterhöhungen im bestehenden Mietverhältnis ist rechtlich die ortsübliche Vergleichsmiete maßgeblich, nicht der Inseratspreis.
Angebotsmiete
Der in Inseraten geforderte Preis für neu angebotene Wohnungen — echte Marktdaten aus der Inseratsauswertung, aufgeschlüsselt nach Wohnlage, Baujahr, Größe und Stadtteil.
Ortsübliche Vergleichsmiete
Die Miete, die für vergleichbare Wohnungen in laufenden Mietverhältnissen üblicherweise gezahlt wird — die rechtlich maßgebliche Größe für Mieterhöhungen.
Mietpreisentwicklung in Friesenheim
In Friesenheim (Baden-Württemberg) liegt die durchschnittliche Angebotsmiete aus Inseraten aktuell bei 9,94 €/m². Im Vergleich zum Vorjahr zeigt sich eine Steigerung von 3,8 %. Diese Marktdaten stammen aus aktuellen Wohnungsangeboten und bilden nicht einen amtlichen Mietspiegel ab.
Die Wohnlage hat einen deutlichen Einfluss auf das Mietniveau in Friesenheim. Während Wohnungen in einfacher Lage mit 7,98 €/m² inseriert werden, liegt die Angebotsmiete in mittleren Lagen bei 9,85 €/m². In guten Wohnlagen erreichen die Mieten 12,40 €/m² und liegen damit etwa 55 % über dem Niveau einfacher Lagen.
Das Baujahr der Immobilie zeigt ebenfalls einen klaren Zusammenhang mit der Miethöhe. Ältere Wohnungen bis Baujahr 1949 werden durchschnittlich für 8,92 €/m² angeboten, während Objekte aus den Jahren 1950 bis 1979 bei 9,21 €/m² liegen. Neubauwohnungen ab 2021 erreichen mit 12,67 €/m² die höchsten Mietpreise und liegen damit etwa 42 % über den Altbauten.
Marktmieten in Friesenheim nach Wohnlage
| Nettokaltmiete /m² | 2022 | 2023 | 2024 | 2025 | 2026 |
|---|---|---|---|---|---|
| Einfach | 6,71 € | 7,05 € | 7,44 € | 7,78 € | 7,98 € |
| Mittel | 8,29 € | 8,70 € | 9,19 € | 9,60 € | 9,85 € |
| Gut | 10,43 € | 10,96 € | 11,57 € | 12,09 € | 12,40 € |
Mietpreise in Friesenheim nach Baujahr
| Nettokaltmiete /m² | 2022 | 2023 | 2024 | 2025 | 2026 |
|---|---|---|---|---|---|
| bis 1949 | 7,50 € | 7,88 € | 8,32 € | 8,69 € | 8,92 € |
| 1950 - 1979 | 7,75 € | 8,14 € | 8,59 € | 8,98 € | 9,21 € |
| 1980 - 1999 | 8,25 € | 8,67 € | 9,15 € | 9,56 € | 9,81 € |
| 2000 - 2015 | 9,21 € | 9,67 € | 10,20 € | 10,67 € | 10,94 € |
| 2016 - 2020 | 9,94 € | 10,43 € | 11,01 € | 11,51 € | 11,81 € |
| ab 2021 | 10,66 € | 11,20 € | 11,82 € | 12,35 € | 12,67 € |
Durchschnittliche Miete nach Wohnungsgröße
| Nettokaltmiete /m² | 2022 | 2023 | 2024 | 2025 | 2026 |
|---|---|---|---|---|---|
| Bis 45 m² | 9,77 € | 10,26 € | 10,84 € | 11,33 € | 11,62 € |
| 45 - 100 m² | 8,37 € | 8,79 € | 9,27 € | 9,69 € | 9,94 € |
| Über 100 m² | 7,54 € | 7,92 € | 8,36 € | 8,74 € | 8,96 € |
| Einfamilienhaus | 10,18 € | 10,69 € | 11,28 € | 11,79 € | 12,09 € |
Wohnungsmieten in Friesenheim
Nach Zimmeranzahl
| Nettokaltmiete /m² | 2022 | 2023 | 2024 | 2025 | 2026 |
|---|---|---|---|---|---|
| 1 Zimmer | 9,83 € | 10,33 € | 10,90 € | 11,39 € | 11,69 € |
| 2 Zimmer | 9,04 € | 9,49 € | 10,02 € | 10,47 € | 10,74 € |
| 3 Zimmer | 8,40 € | 8,82 € | 9,31 € | 9,73 € | 9,98 € |
| 4 Zimmer | 7,96 € | 8,36 € | 8,83 € | 9,23 € | 9,47 € |
| 5+ Zimmer | 7,39 € | 7,76 € | 8,19 € | 8,56 € | 8,78 € |
Nach Etage
| Nettokaltmiete /m² | 2022 | 2023 | 2024 | 2025 | 2026 |
|---|---|---|---|---|---|
| Erdgeschoss | 7,96 € | 8,36 € | 8,82 € | 9,22 € | 9,46 € |
| 1. Stock | 8,37 € | 8,79 € | 9,28 € | 9,70 € | 9,95 € |
| 2. Stock | 8,21 € | 8,63 € | 9,11 € | 9,52 € | 9,76 € |
| 3.+ Stock | 8,39 € | 8,81 € | 9,30 € | 9,72 € | 9,97 € |
Mietpreise für Häuser in Friesenheim
Nach Haustyp
| Nettokaltmiete /m² | 2022 | 2023 | 2024 | 2025 | 2026 |
|---|---|---|---|---|---|
| Einfamilienhaus | 9,48 € | 9,95 € | 10,51 € | 10,98 € | 11,26 € |
| Doppelhaushälfte | 8,55 € | 8,98 € | 9,48 € | 9,91 € | 10,16 € |
| Reihenhaus | 7,93 € | 8,32 € | 8,79 € | 9,18 € | 9,42 € |
| Mehrfamilienhaus | 7,29 € | 7,66 € | 8,08 € | 8,45 € | 8,67 € |
Nach Zimmeranzahl
| Nettokaltmiete /m² | 2022 | 2023 | 2024 | 2025 | 2026 |
|---|---|---|---|---|---|
| 3 Zimmer | 7,73 € | 8,12 € | 8,57 € | 8,96 € | 9,19 € |
| 4 Zimmer | 8,61 € | 9,04 € | 9,55 € | 9,98 € | 10,24 € |
| 5 Zimmer | 9,04 € | 9,50 € | 10,03 € | 10,48 € | 10,75 € |
| 6+ Zimmer | 9,47 € | 9,95 € | 10,50 € | 10,98 € | 11,26 € |
Mietpreisbremse & Kappungsgrenze in Friesenheim
Mietpreisbremse (Neuvermietung)
Bei Wiedervermietung darf die Miete höchstens 10 % über der ortsüblichen Vergleichsmiete liegen. Bundesweit bis Ende 2029 verlängert.
Kappungsgrenze (Bestand)
Obergrenze für Mieterhöhungen im laufenden Mietverhältnis. Erhöhungen gehen nie über die ortsübliche Vergleichsmiete hinaus.
Modernisierungsumlage: Nach einer Modernisierung dürfen bis zu 8 % der Kosten jährlich auf die Jahresmiete umgelegt werden — gedeckelt durch gesetzliche Kappungsbeträge.
Ortsübliche Vergleichsmiete in Friesenheim
Ob eine Gemeinde einen amtlichen Mietspiegel führt, entscheidet sie selbst — verbindliche Auskunft dazu erteilt die Stadt- bzw. Gemeindeverwaltung von Friesenheim. Ein Mietspiegel ist eine Übersicht über die ortsübliche Vergleichsmiete (§ 558c/§ 558d BGB), die von der Gemeinde oder von Interessenvertretungen der Mieter und Vermieter erstellt wird. Liegt kein Mietspiegel vor, kann die ortsübliche Vergleichsmiete über Vergleichswohnungen oder ein Sachverständigengutachten (§ 558a BGB) begründet werden. Die auf dieser Seite gezeigten Werte sind Angebotsmieten aus Inseraten und dienen der Marktorientierung.
So funktioniert der amtliche Mietspiegel: welche Merkmale zählen?
Innerhalb eines Mietspiegel-Tabellenfeldes entscheidet die Bewertung der wohnwertrelevanten Merkmale (§ 558 Abs. 2 BGB), wo genau eine Wohnung in der Spanne liegt:
1. Bad / WC
Zweites WC, Fußbodenheizung im Bad, hochwertige Ausstattung → aufwertend; fehlende Ausstattung → abwertend.
2. Küche
Moderne Einbauküche, Ceranfeld/Induktion → aufwertend.
3. Wohnung
Balkon/Terrasse, Fußboden, Grundriss, Deckenhöhe.
4. Gebäude
Aufzug, Barrierefreiheit, energetischer Zustand, Fahrradräume, Zustand des Treppenhauses.
5. Wohnumfeld
Lärm, begrünte Innenhöfe, Stellplätze, Aufenthaltsqualität.
Modernisierung
Energetische Sanierung und Modernisierung wirken als Zuschlag innerhalb der Spanne — das Baujahr allein genügt nicht.
So berechnen Sie Ihre ortsübliche Vergleichsmiete (Schritt für Schritt)
- 1
Wohnlage bestimmen. Prüfen Sie im Straßen- und Wohnlagenverzeichnis der Stadt Friesenheim, in welcher Wohnlage Ihre Adresse liegt.
- 2
Baualtersklasse & Größe zuordnen. Bestimmen Sie Bezugsfertigkeit (z. B. „1990“) und Wohnfläche (z. B. 70 m²).
- 3
Vergleichswerte heranziehen. Ohne amtlichen Mietspiegel dienen Vergleichswohnungen oder ein Sachverständigengutachten (§ 558a BGB) als Grundlage.
- 4
Merkmale bewerten. Gehen Sie die fünf Merkmalgruppen durch und zählen Sie auf- und abwertende Merkmale.
- 5
Innerhalb der Spanne einordnen. Überwiegen aufwertende Merkmale, rückt der Wert zur oberen Spanne; überwiegen abwertende, zur unteren. Halten sie sich die Waage, gilt der Mittelwert.
- 6
Gesamtmiete berechnen. Wohnfläche × €/m² = ortsübliche Nettokaltmiete pro Monat.
Mieten im Umland von Friesenheim
Friesenheim liegt mit 9,94 €/m² im unteren Mittelfeld der regionalen Mietpreise und positioniert sich damit leicht unter dem Durchschnitt der Nachbarstädte. Die Mieten bewegen sich in einer Spanne von 9,58 €/m² bis 10,92 €/m², wobei Friesenheim günstiger ist als die Mehrheit der umliegenden Kommunen.
Mit 10,92 €/m² verzeichnet eine Nachbarstadt die höchsten Mieten der Region, während mit 9,58 €/m² und mit 9,65 €/m² die günstigsten Mietniveaus aufweisen. Friesenheim liegt damit etwa 5,0% unter den teuersten Nachbarstädten und nur knapp über den preiswertesten Kommunen im direkten Umfeld.
| Name | Ø Miete/m² | Veränderung |
|---|---|---|
| Hohberg | 10,19 € | +4,8% |
| Lahr (Schwarzwald) | 10,31 € | +3,8% |
| Berghaupten | 10,23 € | +4,1% |
| Meißenheim | 9,86 € | +5,9% |
| Seelbach | 9,65 € | +3,8% |
| Schutterwald | 10,31 € | +4,0% |
| Ortenberg (Baden) | 10,92 € | +4,2% |
| Schwanau | 9,76 € | +5,1% |
| Kippenheim | 10,34 € | +4,0% |
| Biberach | 9,58 € | +3,6% |
Immobilienpreise in Friesenheim
Neben Mietpreisen sind auch die Kaufpreise für Immobilien in Friesenheim relevant. Für weitere Informationen lesen Sie gerne die Artikel zum Bodenrichtwert in Friesenheim sowie zur Entwicklung der aktuellen Quadratmeterpreise zum Mieten und Kaufen in Friesenheim.
Häufige Fragen zu den Mietpreisen in Friesenheim 2026
Die durchschnittliche Angebotsmiete (Nettokaltmiete aus Inseraten) in Friesenheim liegt aktuell bei 9,94 €/m². Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Miete um 3,8%.
Die Angebotsmieten in Friesenheim haben sich im Vergleich zum Vorjahr um 3,8% verändert. Die detaillierte historische Entwicklung finden Sie im Diagramm weiter oben.
Ja. Bei Wiedervermietung darf die Miete höchstens 10 % über der ortsüblichen Vergleichsmiete liegen; bundesweit wurde die Mietpreisbremse bis Ende 2029 verlängert.
Im bestehenden Mietverhältnis darf die Miete innerhalb von drei Jahren um höchstens 15 % steigen – und nur bis zur ortsüblichen Vergleichsmiete.
Quellen & Stand der Daten
- Angebotsmieten: laufende Inseratsauswertung, Stand Q1 2026 — Marktdaten, nicht amtlich.
- Rechtsstatus: BBSR-Übersicht zu Mietpreisbremse und Kappungsgrenze — bbsr.bund.de
- Gesetzliche Grundlagen: § 558, § 558a, § 558c, § 558d BGB sowie die Mietspiegelverordnung (MsV) — gesetze-im-internet.de
Hinweis: Diese Seite dient der Information und ersetzt keine Rechtsberatung. Verbindliche Auskünfte zu Mieterhöhung, Mietpreisbremse und ortsüblicher Vergleichsmiete erteilen der amtliche Mietspiegel, Mieter- bzw. Vermietervereine oder eine Fachanwältin/ein Fachanwalt für Mietrecht.