Mietspiegel Sasbach 2026 — Mietpreise, Rechtslage & amtlicher Mietspiegel
Was kostet Wohnen in Sasbach aktuell? Die durchschnittliche Angebotsmiete (Nettokaltmiete) liegt 2026 bei 10,18 €/m². Diese Seite zeigt die Angebotsmieten aus dem Markt nach Wohnlage, Baujahr und Größe sowie den rechtlichen Rahmen (Mietpreisbremse & Kappungsgrenze).
Marktmiete, Mietspiegel und Recht — drei verschiedene Dinge
Die Angebotsmiete ist der Preis, der in Wohnungsinseraten für neu angebotene Wohnungen verlangt wird — in Sasbach liegt sie 2026 im Schnitt bei 10,18 €/m² (Nettokaltmiete, Inseratsauswertung). Davon zu unterscheiden ist die ortsübliche Vergleichsmiete: die Miete, die für vergleichbare Wohnungen in laufenden Mietverhältnissen üblicherweise gezahlt wird. Für Mieterhöhungen im bestehenden Mietverhältnis ist rechtlich die ortsübliche Vergleichsmiete maßgeblich, nicht der Inseratspreis.
Angebotsmiete
Der in Inseraten geforderte Preis für neu angebotene Wohnungen — echte Marktdaten aus der Inseratsauswertung, aufgeschlüsselt nach Wohnlage, Baujahr, Größe und Stadtteil.
Ortsübliche Vergleichsmiete
Die Miete, die für vergleichbare Wohnungen in laufenden Mietverhältnissen üblicherweise gezahlt wird — die rechtlich maßgebliche Größe für Mieterhöhungen.
Mietpreisentwicklung in Sasbach
In Sasbach (Baden-Württemberg) liegt die durchschnittliche Angebotsmiete aus aktuellen Inseraten bei 10,18 €/m². Im Vergleich zum Vorjahr haben sich die Angebotsmieten um 4,1 % erhöht. Diese Marktdaten basieren auf ausgewerteten Wohnungsangeboten und unterscheiden sich von einem amtlichen Mietspiegel.
Die Wohnlage hat einen deutlichen Einfluss auf das Mietpreisniveau in Sasbach. Während Wohnungen in einfacher Lage mit 8,51 €/m² inseriert werden, liegen die Angebotsmieten in mittlerer Lage bei 10,33 €/m² und in guter Lage bei 13,21 €/m². Der Unterschied zwischen einfacher und guter Wohnlage beträgt damit etwa 55 %.
Das Baujahr der Immobilie zeigt einen kontinuierlichen Einfluss auf die Mietpreisgestaltung. Wohnungen aus der Zeit bis 1949 werden durchschnittlich für 8,96 €/m² angeboten, während Objekte aus den Baujahren 1950 bis 1979 bei 9,52 €/m² liegen. Neubauwohnungen ab 2021 erreichen mit 13,66 €/m² die höchsten Angebotsmieten und liegen damit rund 53 % über den ältesten Bestandsimmobilien.
Marktmieten in Sasbach nach Wohnlage
| Nettokaltmiete /m² | 2022 | 2023 | 2024 | 2025 | 2026 |
|---|---|---|---|---|---|
| Einfach | 7,16 € | 7,52 € | 7,94 € | 8,30 € | 8,51 € |
| Mittel | 8,70 € | 9,13 € | 9,64 € | 10,08 € | 10,33 € |
| Gut | 11,12 € | 11,68 € | 12,32 € | 12,89 € | 13,21 € |
Mietpreise in Sasbach nach Baujahr
| Nettokaltmiete /m² | 2022 | 2023 | 2024 | 2025 | 2026 |
|---|---|---|---|---|---|
| bis 1949 | 7,54 € | 7,92 € | 8,35 € | 8,74 € | 8,96 € |
| 1950 - 1979 | 8,01 € | 8,41 € | 8,87 € | 9,28 € | 9,52 € |
| 1980 - 1999 | 8,42 € | 8,84 € | 9,33 € | 9,76 € | 10,01 € |
| 2000 - 2015 | 9,81 € | 10,30 € | 10,87 € | 11,37 € | 11,66 € |
| 2016 - 2020 | 10,21 € | 10,73 € | 11,32 € | 11,84 € | 12,14 € |
| ab 2021 | 11,50 € | 12,07 € | 12,74 € | 13,33 € | 13,66 € |
Durchschnittliche Miete nach Wohnungsgröße
| Nettokaltmiete /m² | 2022 | 2023 | 2024 | 2025 | 2026 |
|---|---|---|---|---|---|
| Bis 45 m² | 9,92 € | 10,42 € | 10,99 € | 11,50 € | 11,79 € |
| 45 - 100 m² | 8,50 € | 8,92 € | 9,42 € | 9,85 € | 10,10 € |
| Über 100 m² | 7,94 € | 8,33 € | 8,79 € | 9,20 € | 9,43 € |
| Einfamilienhaus | 10,37 € | 10,89 € | 11,49 € | 12,02 € | 12,32 € |
Wohnungsmieten in Sasbach
Nach Zimmeranzahl
| Nettokaltmiete /m² | 2022 | 2023 | 2024 | 2025 | 2026 |
|---|---|---|---|---|---|
| 1 Zimmer | 10,14 € | 10,65 € | 11,24 € | 11,76 € | 12,05 € |
| 2 Zimmer | 9,33 € | 9,79 € | 10,34 € | 10,81 € | 11,08 € |
| 3 Zimmer | 8,47 € | 8,89 € | 9,38 € | 9,82 € | 10,06 € |
| 4 Zimmer | 8,37 € | 8,78 € | 9,27 € | 9,70 € | 9,94 € |
| 5+ Zimmer | 7,80 € | 8,19 € | 8,64 € | 9,04 € | 9,27 € |
Nach Etage
| Nettokaltmiete /m² | 2022 | 2023 | 2024 | 2025 | 2026 |
|---|---|---|---|---|---|
| Erdgeschoss | 8,46 € | 8,89 € | 9,38 € | 9,81 € | 10,06 € |
| 1. Stock | 9,01 € | 9,46 € | 9,98 € | 10,44 € | 10,70 € |
| 2. Stock | 8,26 € | 8,68 € | 9,16 € | 9,58 € | 9,82 € |
| 3.+ Stock | 8,45 € | 8,87 € | 9,36 € | 9,80 € | 10,04 € |
Mietpreise für Häuser in Sasbach
Nach Haustyp
| Nettokaltmiete /m² | 2022 | 2023 | 2024 | 2025 | 2026 |
|---|---|---|---|---|---|
| Einfamilienhaus | 10,02 € | 10,52 € | 11,10 € | 11,61 € | 11,90 € |
| Doppelhaushälfte | 8,69 € | 9,12 € | 9,63 € | 10,07 € | 10,33 € |
| Reihenhaus | 7,96 € | 8,36 € | 8,82 € | 9,23 € | 9,46 € |
| Mehrfamilienhaus | 7,23 € | 7,59 € | 8,01 € | 8,38 € | 8,59 € |
Nach Zimmeranzahl
| Nettokaltmiete /m² | 2022 | 2023 | 2024 | 2025 | 2026 |
|---|---|---|---|---|---|
| 3 Zimmer | 7,82 € | 8,22 € | 8,67 € | 9,07 € | 9,30 € |
| 4 Zimmer | 8,77 € | 9,21 € | 9,72 € | 10,17 € | 10,42 € |
| 5 Zimmer | 9,10 € | 9,55 € | 10,08 € | 10,55 € | 10,81 € |
| 6+ Zimmer | 9,40 € | 9,87 € | 10,42 € | 10,90 € | 11,17 € |
Mietpreisbremse & Kappungsgrenze in Sasbach
Mietpreisbremse (Neuvermietung)
Bei Wiedervermietung darf die Miete höchstens 10 % über der ortsüblichen Vergleichsmiete liegen. Bundesweit bis Ende 2029 verlängert.
Kappungsgrenze (Bestand)
Obergrenze für Mieterhöhungen im laufenden Mietverhältnis. Erhöhungen gehen nie über die ortsübliche Vergleichsmiete hinaus.
Modernisierungsumlage: Nach einer Modernisierung dürfen bis zu 8 % der Kosten jährlich auf die Jahresmiete umgelegt werden — gedeckelt durch gesetzliche Kappungsbeträge.
Ortsübliche Vergleichsmiete in Sasbach
Ob eine Gemeinde einen amtlichen Mietspiegel führt, entscheidet sie selbst — verbindliche Auskunft dazu erteilt die Stadt- bzw. Gemeindeverwaltung von Sasbach. Ein Mietspiegel ist eine Übersicht über die ortsübliche Vergleichsmiete (§ 558c/§ 558d BGB), die von der Gemeinde oder von Interessenvertretungen der Mieter und Vermieter erstellt wird. Liegt kein Mietspiegel vor, kann die ortsübliche Vergleichsmiete über Vergleichswohnungen oder ein Sachverständigengutachten (§ 558a BGB) begründet werden. Die auf dieser Seite gezeigten Werte sind Angebotsmieten aus Inseraten und dienen der Marktorientierung.
So funktioniert der amtliche Mietspiegel: welche Merkmale zählen?
Innerhalb eines Mietspiegel-Tabellenfeldes entscheidet die Bewertung der wohnwertrelevanten Merkmale (§ 558 Abs. 2 BGB), wo genau eine Wohnung in der Spanne liegt:
1. Bad / WC
Zweites WC, Fußbodenheizung im Bad, hochwertige Ausstattung → aufwertend; fehlende Ausstattung → abwertend.
2. Küche
Moderne Einbauküche, Ceranfeld/Induktion → aufwertend.
3. Wohnung
Balkon/Terrasse, Fußboden, Grundriss, Deckenhöhe.
4. Gebäude
Aufzug, Barrierefreiheit, energetischer Zustand, Fahrradräume, Zustand des Treppenhauses.
5. Wohnumfeld
Lärm, begrünte Innenhöfe, Stellplätze, Aufenthaltsqualität.
Modernisierung
Energetische Sanierung und Modernisierung wirken als Zuschlag innerhalb der Spanne — das Baujahr allein genügt nicht.
So berechnen Sie Ihre ortsübliche Vergleichsmiete (Schritt für Schritt)
- 1
Wohnlage bestimmen. Prüfen Sie im Straßen- und Wohnlagenverzeichnis der Stadt Sasbach, in welcher Wohnlage Ihre Adresse liegt.
- 2
Baualtersklasse & Größe zuordnen. Bestimmen Sie Bezugsfertigkeit (z. B. „1990“) und Wohnfläche (z. B. 70 m²).
- 3
Vergleichswerte heranziehen. Ohne amtlichen Mietspiegel dienen Vergleichswohnungen oder ein Sachverständigengutachten (§ 558a BGB) als Grundlage.
- 4
Merkmale bewerten. Gehen Sie die fünf Merkmalgruppen durch und zählen Sie auf- und abwertende Merkmale.
- 5
Innerhalb der Spanne einordnen. Überwiegen aufwertende Merkmale, rückt der Wert zur oberen Spanne; überwiegen abwertende, zur unteren. Halten sie sich die Waage, gilt der Mittelwert.
- 6
Gesamtmiete berechnen. Wohnfläche × €/m² = ortsübliche Nettokaltmiete pro Monat.
Mieten im Umland von Sasbach
Sasbach liegt mit einer durchschnittlichen Nettokaltmiete von 10,18 €/m² im oberen Bereich der regionalen Mietpreisentwicklung und übertrifft die meisten umliegenden Gemeinden deutlich. Nur eine Nachbarstadt mit 10,42 €/m² weist noch höhere Mieten auf, während die günstigsten Kommunen der Region bei 9,25 €/m² bis 9,31 €/m² liegen.
Die Mietpreisdifferenz zwischen Sasbach und den preiswertesten Nachbarstädten beträgt bis zu 10,1%, was Sasbach klar über dem regionalen Durchschnitt positioniert. Mit 10,18 €/m² rangiert die Gemeinde etwa gleichauf mit einer weiteren Nachbarstadt bei 10,22 €/m², während die übrigen Kommunen mehrheitlich im Bereich zwischen 9,44 €/m² und 10,04 €/m² angesiedelt sind.
| Name | Ø Miete/m² | Veränderung |
|---|---|---|
| Rheinau | 9,44 € | +5,8% |
| Ottersweier | 10,01 € | +5,3% |
| Lichtenau (Baden) | 9,31 € | +5,7% |
| Achern | 9,94 € | +3,4% |
| Rheinmünster | 9,25 € | +3,4% |
| Bühl | 10,22 € | +5,5% |
| Renchen | 9,55 € | +3,6% |
| Hügelsheim | 9,88 € | +4,5% |
| Lauf | 10,04 € | +3,5% |
| Sinzheim | 10,42 € | +5,3% |
Immobilienpreise in Sasbach
Neben Mietpreisen sind auch die Kaufpreise für Immobilien in Sasbach relevant. Für weitere Informationen lesen Sie gerne die Artikel zum Bodenrichtwert in Sasbach sowie zur Entwicklung der aktuellen Quadratmeterpreise zum Mieten und Kaufen in Sasbach.
Häufige Fragen zu den Mietpreisen in Sasbach 2026
Die durchschnittliche Angebotsmiete (Nettokaltmiete aus Inseraten) in Sasbach liegt aktuell bei 10,18 €/m². Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Miete um 4,1%.
Die Angebotsmieten in Sasbach haben sich im Vergleich zum Vorjahr um 4,1% verändert. Die detaillierte historische Entwicklung finden Sie im Diagramm weiter oben.
Ja. Bei Wiedervermietung darf die Miete höchstens 10 % über der ortsüblichen Vergleichsmiete liegen; bundesweit wurde die Mietpreisbremse bis Ende 2029 verlängert.
Im bestehenden Mietverhältnis darf die Miete innerhalb von drei Jahren um höchstens 15 % steigen – und nur bis zur ortsüblichen Vergleichsmiete.
Quellen & Stand der Daten
- Angebotsmieten: laufende Inseratsauswertung, Stand Q1 2026 — Marktdaten, nicht amtlich.
- Rechtsstatus: BBSR-Übersicht zu Mietpreisbremse und Kappungsgrenze — bbsr.bund.de
- Gesetzliche Grundlagen: § 558, § 558a, § 558c, § 558d BGB sowie die Mietspiegelverordnung (MsV) — gesetze-im-internet.de
Hinweis: Diese Seite dient der Information und ersetzt keine Rechtsberatung. Verbindliche Auskünfte zu Mieterhöhung, Mietpreisbremse und ortsüblicher Vergleichsmiete erteilen der amtliche Mietspiegel, Mieter- bzw. Vermietervereine oder eine Fachanwältin/ein Fachanwalt für Mietrecht.