Mietspiegel St. Peter 2026 — Mietpreise, Rechtslage & amtlicher Mietspiegel
Was kostet Wohnen in St. Peter aktuell? Die durchschnittliche Angebotsmiete (Nettokaltmiete) liegt 2026 bei 10,03 €/m². Diese Seite zeigt die Angebotsmieten aus dem Markt nach Wohnlage, Baujahr und Größe sowie den rechtlichen Rahmen (Mietpreisbremse & Kappungsgrenze).
Marktmiete, Mietspiegel und Recht — drei verschiedene Dinge
Die Angebotsmiete ist der Preis, der in Wohnungsinseraten für neu angebotene Wohnungen verlangt wird — in St. Peter liegt sie 2026 im Schnitt bei 10,03 €/m² (Nettokaltmiete, Inseratsauswertung). Davon zu unterscheiden ist die ortsübliche Vergleichsmiete: die Miete, die für vergleichbare Wohnungen in laufenden Mietverhältnissen üblicherweise gezahlt wird. Für Mieterhöhungen im bestehenden Mietverhältnis ist rechtlich die ortsübliche Vergleichsmiete maßgeblich, nicht der Inseratspreis.
Angebotsmiete
Der in Inseraten geforderte Preis für neu angebotene Wohnungen — echte Marktdaten aus der Inseratsauswertung, aufgeschlüsselt nach Wohnlage, Baujahr, Größe und Stadtteil.
Ortsübliche Vergleichsmiete
Die Miete, die für vergleichbare Wohnungen in laufenden Mietverhältnissen üblicherweise gezahlt wird — die rechtlich maßgebliche Größe für Mieterhöhungen.
Mietpreisentwicklung in St. Peter
In St. Peter (Baden-Württemberg) liegt die durchschnittliche Angebotsmiete aus aktuellen Inseraten bei 10,03 €/m². Im Vergleich zum Vorjahr zeigt sich eine Steigerung um 2,9 %.
Die Wohnlage hat einen deutlichen Einfluss auf das Mietpreisniveau. Während Wohnungen in einfacher Lage mit 8,16 €/m² inseriert werden, erreichen Objekte in guter Lage durchschnittlich 12,91 €/m². Mittlere Lagen bewegen sich mit 9,91 €/m² im Mittelfeld.
Das Baujahr der Immobilie wirkt sich ebenfalls erkennbar auf die Miethöhe aus. Ältere Gebäude bis Baujahr 1949 werden zu 9,04 €/m² angeboten, während Neubauten ab 2021 mit 12,87 €/m² die höchsten Angebotsmieten aufweisen. Zwischen diesen Baujahrsklassen zeigt sich eine kontinuierliche Abstufung von 9,31 €/m² für Objekte aus den Jahren 1950 bis 1979 über 10,08 €/m² (1980-1999) und 11,60 €/m² (2000-2015) bis zu 11,95 €/m² für Wohnungen aus den Jahren 2016 bis 2020.
Marktmieten in St. Peter nach Wohnlage
| Nettokaltmiete /m² | 2022 | 2023 | 2024 | 2025 | 2026 |
|---|---|---|---|---|---|
| Einfach | 6,91 € | 7,19 € | 7,60 € | 8,03 € | 8,16 € |
| Mittel | 8,39 € | 8,74 € | 9,23 € | 9,75 € | 9,91 € |
| Gut | 10,94 € | 11,39 € | 12,03 € | 12,71 € | 12,91 € |
Mietpreise in St. Peter nach Baujahr
| Nettokaltmiete /m² | 2022 | 2023 | 2024 | 2025 | 2026 |
|---|---|---|---|---|---|
| bis 1949 | 7,66 € | 7,97 € | 8,42 € | 8,90 € | 9,04 € |
| 1950 - 1979 | 7,88 € | 8,21 € | 8,67 € | 9,16 € | 9,31 € |
| 1980 - 1999 | 8,54 € | 8,89 € | 9,39 € | 9,92 € | 10,08 € |
| 2000 - 2015 | 9,83 € | 10,23 € | 10,81 € | 11,42 € | 11,60 € |
| 2016 - 2020 | 10,12 € | 10,53 € | 11,13 € | 11,76 € | 11,95 € |
| ab 2021 | 10,90 € | 11,35 € | 11,99 € | 12,67 € | 12,87 € |
Durchschnittliche Miete nach Wohnungsgröße
| Nettokaltmiete /m² | 2022 | 2023 | 2024 | 2025 | 2026 |
|---|---|---|---|---|---|
| Bis 45 m² | 9,74 € | 10,13 € | 10,71 € | 11,31 € | 11,49 € |
| 45 - 100 m² | 8,48 € | 8,83 € | 9,32 € | 9,85 € | 10,01 € |
| Über 100 m² | 7,86 € | 8,18 € | 8,64 € | 9,13 € | 9,28 € |
| Einfamilienhaus | 10,15 € | 10,57 € | 11,16 € | 11,79 € | 11,98 € |
Wohnungsmieten in St. Peter
Nach Zimmeranzahl
| Nettokaltmiete /m² | 2022 | 2023 | 2024 | 2025 | 2026 |
|---|---|---|---|---|---|
| 1 Zimmer | 10,32 € | 10,74 € | 11,35 € | 11,99 € | 12,18 € |
| 2 Zimmer | 9,15 € | 9,52 € | 10,06 € | 10,63 € | 10,80 € |
| 3 Zimmer | 8,53 € | 8,88 € | 9,38 € | 9,91 € | 10,07 € |
| 4 Zimmer | 7,99 € | 8,31 € | 8,78 € | 9,28 € | 9,43 € |
| 5+ Zimmer | 7,67 € | 7,99 € | 8,44 € | 8,91 € | 9,06 € |
Nach Etage
| Nettokaltmiete /m² | 2022 | 2023 | 2024 | 2025 | 2026 |
|---|---|---|---|---|---|
| Erdgeschoss | 7,94 € | 8,26 € | 8,73 € | 9,22 € | 9,37 € |
| 1. Stock | 8,62 € | 8,97 € | 9,48 € | 10,01 € | 10,17 € |
| 2. Stock | 8,41 € | 8,76 € | 9,25 € | 9,77 € | 9,93 € |
| 3.+ Stock | 8,77 € | 9,13 € | 9,65 € | 10,19 € | 10,36 € |
Mietpreise für Häuser in St. Peter
Nach Haustyp
| Nettokaltmiete /m² | 2022 | 2023 | 2024 | 2025 | 2026 |
|---|---|---|---|---|---|
| Einfamilienhaus | 9,83 € | 10,23 € | 10,81 € | 11,42 € | 11,61 € |
| Doppelhaushälfte | 8,61 € | 8,97 € | 9,47 € | 10,01 € | 10,17 € |
| Reihenhaus | 7,72 € | 8,03 € | 8,49 € | 8,97 € | 9,11 € |
| Mehrfamilienhaus | 7,29 € | 7,59 € | 8,02 € | 8,48 € | 8,61 € |
Nach Zimmeranzahl
| Nettokaltmiete /m² | 2022 | 2023 | 2024 | 2025 | 2026 |
|---|---|---|---|---|---|
| 3 Zimmer | 7,82 € | 8,14 € | 8,60 € | 9,09 € | 9,23 € |
| 4 Zimmer | 8,76 € | 9,12 € | 9,63 € | 10,17 € | 10,34 € |
| 5 Zimmer | 9,08 € | 9,45 € | 9,98 € | 10,55 € | 10,72 € |
| 6+ Zimmer | 9,37 € | 9,76 € | 10,31 € | 10,89 € | 11,07 € |
Mietpreisbremse & Kappungsgrenze in St. Peter
Mietpreisbremse (Neuvermietung)
St. Peter ist derzeit nicht als Gebiet mit angespanntem Wohnungsmarkt ausgewiesen — bei Neuvermietung ist die Miethöhe nicht auf 10 % über der ortsüblichen Vergleichsmiete begrenzt.
Kappungsgrenze (Bestand)
Obergrenze für Mieterhöhungen im laufenden Mietverhältnis. Erhöhungen gehen nie über die ortsübliche Vergleichsmiete hinaus.
Modernisierungsumlage: Nach einer Modernisierung dürfen bis zu 8 % der Kosten jährlich auf die Jahresmiete umgelegt werden — gedeckelt durch gesetzliche Kappungsbeträge.
Ortsübliche Vergleichsmiete in St. Peter
Ob eine Gemeinde einen amtlichen Mietspiegel führt, entscheidet sie selbst — verbindliche Auskunft dazu erteilt die Stadt- bzw. Gemeindeverwaltung von St. Peter. Ein Mietspiegel ist eine Übersicht über die ortsübliche Vergleichsmiete (§ 558c/§ 558d BGB), die von der Gemeinde oder von Interessenvertretungen der Mieter und Vermieter erstellt wird. Liegt kein Mietspiegel vor, kann die ortsübliche Vergleichsmiete über Vergleichswohnungen oder ein Sachverständigengutachten (§ 558a BGB) begründet werden. Die auf dieser Seite gezeigten Werte sind Angebotsmieten aus Inseraten und dienen der Marktorientierung.
So funktioniert der amtliche Mietspiegel: welche Merkmale zählen?
Innerhalb eines Mietspiegel-Tabellenfeldes entscheidet die Bewertung der wohnwertrelevanten Merkmale (§ 558 Abs. 2 BGB), wo genau eine Wohnung in der Spanne liegt:
1. Bad / WC
Zweites WC, Fußbodenheizung im Bad, hochwertige Ausstattung → aufwertend; fehlende Ausstattung → abwertend.
2. Küche
Moderne Einbauküche, Ceranfeld/Induktion → aufwertend.
3. Wohnung
Balkon/Terrasse, Fußboden, Grundriss, Deckenhöhe.
4. Gebäude
Aufzug, Barrierefreiheit, energetischer Zustand, Fahrradräume, Zustand des Treppenhauses.
5. Wohnumfeld
Lärm, begrünte Innenhöfe, Stellplätze, Aufenthaltsqualität.
Modernisierung
Energetische Sanierung und Modernisierung wirken als Zuschlag innerhalb der Spanne — das Baujahr allein genügt nicht.
So berechnen Sie Ihre ortsübliche Vergleichsmiete (Schritt für Schritt)
- 1
Wohnlage bestimmen. Prüfen Sie im Straßen- und Wohnlagenverzeichnis der Stadt St. Peter, in welcher Wohnlage Ihre Adresse liegt.
- 2
Baualtersklasse & Größe zuordnen. Bestimmen Sie Bezugsfertigkeit (z. B. „1990“) und Wohnfläche (z. B. 70 m²).
- 3
Vergleichswerte heranziehen. Ohne amtlichen Mietspiegel dienen Vergleichswohnungen oder ein Sachverständigengutachten (§ 558a BGB) als Grundlage.
- 4
Merkmale bewerten. Gehen Sie die fünf Merkmalgruppen durch und zählen Sie auf- und abwertende Merkmale.
- 5
Innerhalb der Spanne einordnen. Überwiegen aufwertende Merkmale, rückt der Wert zur oberen Spanne; überwiegen abwertende, zur unteren. Halten sie sich die Waage, gilt der Mittelwert.
- 6
Gesamtmiete berechnen. Wohnfläche × €/m² = ortsübliche Nettokaltmiete pro Monat.
Mieten im Umland von St. Peter
St. Peter liegt mit einer durchschnittlichen Nettokaltmiete von 10,03 €/m² im mittleren Bereich der Region. Der regionale Durchschnitt der Nachbarstädte beträgt 11,35 €/m², womit St. Peter 11,6 % unter diesem Vergleichswert positioniert ist.
Die Mietpreisspanne in den umliegenden Städten zeigt deutliche Unterschiede: Während die günstigste Nachbarstadt mit 8,62 €/m² deutlich unter St. Peter liegt, erreichen die teuersten Standorte Werte von bis zu 13,23 €/m². Insgesamt ordnet sich St. Peter im unteren Drittel der regionalen Mietpreisskala ein, wobei vier Nachbarstädte günstigere und sechs Nachbarstädte höhere Mieten aufweisen.
| Name | Ø Miete/m² | Veränderung |
|---|---|---|
| St. Märgen | 9,08 € | +2,7% |
| Glottertal | 12,48 € | +3,8% |
| Stegen | 12,44 € | +3,8% |
| Simonswald | 9,65 € | +5,8% |
| Buchenbach | 11,83 € | +3,0% |
| Gütenbach | 8,62 € | +1,8% |
| Waldkirch | 12,07 € | +5,0% |
| Kirchzarten | 12,97 € | +3,8% |
| Breitnau | 11,05 € | +3,3% |
| Heuweiler | 13,23 € | +2,5% |
Immobilienpreise in St. Peter
Neben Mietpreisen sind auch die Kaufpreise für Immobilien in St. Peter relevant. Für weitere Informationen lesen Sie gerne die Artikel zum Bodenrichtwert in St. Peter sowie zur Entwicklung der aktuellen Quadratmeterpreise zum Mieten und Kaufen in St. Peter.
Häufige Fragen zu den Mietpreisen in St. Peter 2026
Die durchschnittliche Angebotsmiete (Nettokaltmiete aus Inseraten) in St. Peter liegt aktuell bei 10,03 €/m². Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Miete um 2,9%.
Die Angebotsmieten in St. Peter haben sich im Vergleich zum Vorjahr um 2,9% verändert. Die detaillierte historische Entwicklung finden Sie im Diagramm weiter oben.
Nein. St. Peter ist derzeit nicht als Gebiet mit angespanntem Wohnungsmarkt ausgewiesen – bei Neuvermietung gilt keine Mietpreisbremse.
Im bestehenden Mietverhältnis darf die Miete innerhalb von drei Jahren um höchstens 20 % steigen – und nur bis zur ortsüblichen Vergleichsmiete.
Quellen & Stand der Daten
- Angebotsmieten: laufende Inseratsauswertung, Stand Q1 2026 — Marktdaten, nicht amtlich.
- Rechtsstatus: BBSR-Übersicht zu Mietpreisbremse und Kappungsgrenze — bbsr.bund.de
- Gesetzliche Grundlagen: § 558, § 558a, § 558c, § 558d BGB sowie die Mietspiegelverordnung (MsV) — gesetze-im-internet.de
Hinweis: Diese Seite dient der Information und ersetzt keine Rechtsberatung. Verbindliche Auskünfte zu Mieterhöhung, Mietpreisbremse und ortsüblicher Vergleichsmiete erteilen der amtliche Mietspiegel, Mieter- bzw. Vermietervereine oder eine Fachanwältin/ein Fachanwalt für Mietrecht.