Mietspiegel Hückeswagen 2026 — Mietpreise, Rechtslage & amtlicher Mietspiegel
Was kostet Wohnen in Hückeswagen aktuell? Die durchschnittliche Angebotsmiete (Nettokaltmiete) liegt 2026 bei 8,04 €/m². Diese Seite zeigt die Angebotsmieten aus dem Markt nach Wohnlage, Baujahr, Größe und Stadtteil, sowie den rechtlichen Rahmen (Mietpreisbremse & Kappungsgrenze).
Marktmiete, Mietspiegel und Recht — drei verschiedene Dinge
Die Angebotsmiete ist der Preis, der in Wohnungsinseraten für neu angebotene Wohnungen verlangt wird — in Hückeswagen liegt sie 2026 im Schnitt bei 8,04 €/m² (Nettokaltmiete, Inseratsauswertung). Davon zu unterscheiden ist die ortsübliche Vergleichsmiete: die Miete, die für vergleichbare Wohnungen in laufenden Mietverhältnissen üblicherweise gezahlt wird. Für Mieterhöhungen im bestehenden Mietverhältnis ist rechtlich die ortsübliche Vergleichsmiete maßgeblich, nicht der Inseratspreis.
Angebotsmiete
Der in Inseraten geforderte Preis für neu angebotene Wohnungen — echte Marktdaten aus der Inseratsauswertung, aufgeschlüsselt nach Wohnlage, Baujahr, Größe und Stadtteil.
Ortsübliche Vergleichsmiete
Die Miete, die für vergleichbare Wohnungen in laufenden Mietverhältnissen üblicherweise gezahlt wird — die rechtlich maßgebliche Größe für Mieterhöhungen.
Mietpreisentwicklung in Hückeswagen
Die durchschnittliche Angebotsmiete in Hückeswagen liegt aktuell bei 8,04 €/m², basierend auf Marktdaten aus Inseraten. Im Vergleich zum Vorjahr ist ein Anstieg von 5,6 % zu verzeichnen. Diese Werte spiegeln die tatsächlich am Markt angebotenen Mieten wider und stellen keinen amtlichen Mietspiegel dar.
Die Wohnlage hat einen deutlichen Einfluss auf das Mietpreisniveau in Hückeswagen. Während Wohnungen in einfacher Lage mit 6,64 €/m² angeboten werden, liegen die Angebotsmieten in mittlerer Lage bei 7,97 €/m² und in guter Lage bei 10,25 €/m². Der Unterschied zwischen einfacher und guter Wohnlage beträgt somit etwa 3,61 €/m².
Das Baujahr der Immobilie zeigt eine klare Korrelation zum Mietpreis. Ältere Wohnungen bis Baujahr 1949 werden im Durchschnitt für 6,98 €/m² angeboten, während Neubauten ab 2021 mit 10,41 €/m² inseriert werden. Die Angebotsmieten steigen mit abnehmendem Gebäudealter kontinuierlich an, wobei Objekte aus den Jahren 2016 bis 2020 bereits 9,79 €/m² erreichen.
Marktmieten in Hückeswagen nach Wohnlage
| Nettokaltmiete /m² | 2022 | 2023 | 2024 | 2025 | 2026 |
|---|---|---|---|---|---|
| Einfach | 5,57 € | 5,95 € | 6,14 € | 6,44 € | 6,64 € |
| Mittel | 6,69 € | 7,14 € | 7,36 € | 7,73 € | 7,97 € |
| Gut | 8,60 € | 9,18 € | 9,47 € | 9,94 € | 10,25 € |
Mietpreise in Hückeswagen nach Baujahr
| Nettokaltmiete /m² | 2022 | 2023 | 2024 | 2025 | 2026 |
|---|---|---|---|---|---|
| bis 1949 | 5,85 € | 6,25 € | 6,44 € | 6,77 € | 6,98 € |
| 1950 - 1979 | 6,23 € | 6,66 € | 6,86 € | 7,20 € | 7,43 € |
| 1980 - 1999 | 6,69 € | 7,15 € | 7,37 € | 7,74 € | 7,98 € |
| 2000 - 2015 | 7,36 € | 7,86 € | 8,10 € | 8,51 € | 8,77 € |
| 2016 - 2020 | 8,22 € | 8,78 € | 9,05 € | 9,50 € | 9,79 € |
| ab 2021 | 8,73 € | 9,33 € | 9,62 € | 10,10 € | 10,41 € |
Durchschnittliche Miete nach Wohnungsgröße
| Nettokaltmiete /m² | 2022 | 2023 | 2024 | 2025 | 2026 |
|---|---|---|---|---|---|
| Bis 45 m² | 7,53 € | 8,04 € | 8,29 € | 8,70 € | 8,97 € |
| 45 - 100 m² | 6,73 € | 7,19 € | 7,41 € | 7,78 € | 8,02 € |
| Über 100 m² | 6,09 € | 6,51 € | 6,70 € | 7,04 € | 7,26 € |
| Einfamilienhaus | 7,77 € | 8,31 € | 8,56 € | 8,99 € | 9,27 € |
Wohnungsmieten in Hückeswagen
Nach Zimmeranzahl
| Nettokaltmiete /m² | 2022 | 2023 | 2024 | 2025 | 2026 |
|---|---|---|---|---|---|
| 1 Zimmer | 7,77 € | 8,30 € | 8,56 € | 8,99 € | 9,26 € |
| 2 Zimmer | 7,26 € | 7,75 € | 7,99 € | 8,39 € | 8,65 € |
| 3 Zimmer | 6,65 € | 7,10 € | 7,32 € | 7,69 € | 7,92 € |
| 4 Zimmer | 6,56 € | 7,01 € | 7,23 € | 7,59 € | 7,82 € |
| 5+ Zimmer | 6,08 € | 6,49 € | 6,69 € | 7,03 € | 7,24 € |
Nach Etage
| Nettokaltmiete /m² | 2022 | 2023 | 2024 | 2025 | 2026 |
|---|---|---|---|---|---|
| Erdgeschoss | 6,33 € | 6,77 € | 6,98 € | 7,32 € | 7,55 € |
| 1. Stock | 6,77 € | 7,23 € | 7,45 € | 7,82 € | 8,06 € |
| 2. Stock | 6,82 € | 7,29 € | 7,51 € | 7,89 € | 8,13 € |
| 3.+ Stock | 6,96 € | 7,44 € | 7,67 € | 8,05 € | 8,30 € |
Mietpreise für Häuser in Hückeswagen
Nach Haustyp
| Nettokaltmiete /m² | 2022 | 2023 | 2024 | 2025 | 2026 |
|---|---|---|---|---|---|
| Einfamilienhaus | 7,82 € | 8,36 € | 8,62 € | 9,05 € | 9,33 € |
| Doppelhaushälfte | 6,53 € | 6,98 € | 7,19 € | 7,55 € | 7,78 € |
| Reihenhaus | 6,23 € | 6,66 € | 6,87 € | 7,21 € | 7,43 € |
| Mehrfamilienhaus | 5,64 € | 6,03 € | 6,21 € | 6,52 € | 6,72 € |
Nach Zimmeranzahl
| Nettokaltmiete /m² | 2022 | 2023 | 2024 | 2025 | 2026 |
|---|---|---|---|---|---|
| 3 Zimmer | 6,22 € | 6,65 € | 6,85 € | 7,19 € | 7,42 € |
| 4 Zimmer | 6,58 € | 7,03 € | 7,25 € | 7,61 € | 7,85 € |
| 5 Zimmer | 7,02 € | 7,50 € | 7,73 € | 8,11 € | 8,36 € |
| 6+ Zimmer | 7,63 € | 8,16 € | 8,41 € | 8,83 € | 9,10 € |
Mietpreisbremse & Kappungsgrenze in Hückeswagen
Mietpreisbremse (Neuvermietung)
Hückeswagen ist derzeit nicht als Gebiet mit angespanntem Wohnungsmarkt ausgewiesen — bei Neuvermietung ist die Miethöhe nicht auf 10 % über der ortsüblichen Vergleichsmiete begrenzt.
Kappungsgrenze (Bestand)
Obergrenze für Mieterhöhungen im laufenden Mietverhältnis. Erhöhungen gehen nie über die ortsübliche Vergleichsmiete hinaus.
Modernisierungsumlage: Nach einer Modernisierung dürfen bis zu 8 % der Kosten jährlich auf die Jahresmiete umgelegt werden — gedeckelt durch gesetzliche Kappungsbeträge.
Ortsübliche Vergleichsmiete in Hückeswagen
Ob eine Gemeinde einen amtlichen Mietspiegel führt, entscheidet sie selbst — verbindliche Auskunft dazu erteilt die Stadt- bzw. Gemeindeverwaltung von Hückeswagen. Ein Mietspiegel ist eine Übersicht über die ortsübliche Vergleichsmiete (§ 558c/§ 558d BGB), die von der Gemeinde oder von Interessenvertretungen der Mieter und Vermieter erstellt wird. Liegt kein Mietspiegel vor, kann die ortsübliche Vergleichsmiete über Vergleichswohnungen oder ein Sachverständigengutachten (§ 558a BGB) begründet werden. Die auf dieser Seite gezeigten Werte sind Angebotsmieten aus Inseraten und dienen der Marktorientierung.
So funktioniert der amtliche Mietspiegel: welche Merkmale zählen?
Innerhalb eines Mietspiegel-Tabellenfeldes entscheidet die Bewertung der wohnwertrelevanten Merkmale (§ 558 Abs. 2 BGB), wo genau eine Wohnung in der Spanne liegt:
1. Bad / WC
Zweites WC, Fußbodenheizung im Bad, hochwertige Ausstattung → aufwertend; fehlende Ausstattung → abwertend.
2. Küche
Moderne Einbauküche, Ceranfeld/Induktion → aufwertend.
3. Wohnung
Balkon/Terrasse, Fußboden, Grundriss, Deckenhöhe.
4. Gebäude
Aufzug, Barrierefreiheit, energetischer Zustand, Fahrradräume, Zustand des Treppenhauses.
5. Wohnumfeld
Lärm, begrünte Innenhöfe, Stellplätze, Aufenthaltsqualität.
Modernisierung
Energetische Sanierung und Modernisierung wirken als Zuschlag innerhalb der Spanne — das Baujahr allein genügt nicht.
So berechnen Sie Ihre ortsübliche Vergleichsmiete (Schritt für Schritt)
- 1
Wohnlage bestimmen. Prüfen Sie im Straßen- und Wohnlagenverzeichnis der Stadt Hückeswagen, in welcher Wohnlage Ihre Adresse liegt.
- 2
Baualtersklasse & Größe zuordnen. Bestimmen Sie Bezugsfertigkeit (z. B. „1990“) und Wohnfläche (z. B. 70 m²).
- 3
Vergleichswerte heranziehen. Ohne amtlichen Mietspiegel dienen Vergleichswohnungen oder ein Sachverständigengutachten (§ 558a BGB) als Grundlage.
- 4
Merkmale bewerten. Gehen Sie die fünf Merkmalgruppen durch und zählen Sie auf- und abwertende Merkmale.
- 5
Innerhalb der Spanne einordnen. Überwiegen aufwertende Merkmale, rückt der Wert zur oberen Spanne; überwiegen abwertende, zur unteren. Halten sie sich die Waage, gilt der Mittelwert.
- 6
Gesamtmiete berechnen. Wohnfläche × €/m² = ortsübliche Nettokaltmiete pro Monat.
Mieten im Umland von Hückeswagen
Hückeswagen liegt mit 8,04 €/m² im mittleren Bereich der regionalen Mietpreisentwicklung und positioniert sich damit leicht unter dem Durchschnitt der Nachbarstädte. Die Mieten bewegen sich auf einem ähnlichen Niveau wie die angrenzenden Kommunen und weichen nur geringfügig von den umliegenden Standorten ab.
Die höchsten Mietpreise im Vergleichsgebiet verzeichnen zwei Nachbarstädte mit 9,18 €/m² und 9,15 €/m², während am unteren Ende Werte von 7,43 €/m² erreicht werden. Die Spanne zwischen den teuersten und günstigsten Nachbarstädten beträgt damit 1,75 €/m², was einer Differenz von 23,6 % entspricht.
| Name | Ø Miete/m² | Veränderung |
|---|---|---|
| Wipperfürth | 8,17 € | +4,9% |
| Radevormwald | 7,97 € | +6,4% |
| Remscheid | 7,85 € | +3,8% |
| Wermelskirchen | 9,18 € | +6,1% |
| Halver | 7,43 € | +2,3% |
| Kürten | 9,15 € | +4,7% |
| Lindlar | 8,54 € | +3,3% |
| Ennepetal | 7,84 € | +4,5% |
| Schwelm | 8,06 € | +1,9% |
| Breckerfeld | 7,87 € | +4,2% |
Immobilienpreise in Hückeswagen
Neben Mietpreisen sind auch die Kaufpreise für Immobilien in Hückeswagen relevant. Für weitere Informationen lesen Sie gerne die Artikel zum Bodenrichtwert in Hückeswagen sowie zur Entwicklung der aktuellen Quadratmeterpreise zum Mieten und Kaufen in Hückeswagen.
Häufige Fragen zu den Mietpreisen in Hückeswagen 2026
Die durchschnittliche Angebotsmiete (Nettokaltmiete aus Inseraten) in Hückeswagen liegt aktuell bei 8,04 €/m². Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Miete um 5,7%.
Die Angebotsmieten in Hückeswagen haben sich im Vergleich zum Vorjahr um 5,7% verändert. Die detaillierte historische Entwicklung finden Sie im Diagramm weiter oben.
Nein. Hückeswagen ist derzeit nicht als Gebiet mit angespanntem Wohnungsmarkt ausgewiesen – bei Neuvermietung gilt keine Mietpreisbremse.
Im bestehenden Mietverhältnis darf die Miete innerhalb von drei Jahren um höchstens 20 % steigen – und nur bis zur ortsüblichen Vergleichsmiete.
Quellen & Stand der Daten
- Angebotsmieten: laufende Inseratsauswertung, Stand Q1 2026 — Marktdaten, nicht amtlich.
- Rechtsstatus: BBSR-Übersicht zu Mietpreisbremse und Kappungsgrenze — bbsr.bund.de
- Gesetzliche Grundlagen: § 558, § 558a, § 558c, § 558d BGB sowie die Mietspiegelverordnung (MsV) — gesetze-im-internet.de
Hinweis: Diese Seite dient der Information und ersetzt keine Rechtsberatung. Verbindliche Auskünfte zu Mieterhöhung, Mietpreisbremse und ortsüblicher Vergleichsmiete erteilen der amtliche Mietspiegel, Mieter- bzw. Vermietervereine oder eine Fachanwältin/ein Fachanwalt für Mietrecht.