Mietspiegel Marienheide 2026 — Mietpreise, Rechtslage & amtlicher Mietspiegel
Was kostet Wohnen in Marienheide aktuell? Die durchschnittliche Angebotsmiete (Nettokaltmiete) liegt 2026 bei 7,84 €/m². Diese Seite zeigt die Angebotsmieten aus dem Markt nach Wohnlage, Baujahr, Größe und Stadtteil, sowie den rechtlichen Rahmen (Mietpreisbremse & Kappungsgrenze).
Marktmiete, Mietspiegel und Recht — drei verschiedene Dinge
Die Angebotsmiete ist der Preis, der in Wohnungsinseraten für neu angebotene Wohnungen verlangt wird — in Marienheide liegt sie 2026 im Schnitt bei 7,84 €/m² (Nettokaltmiete, Inseratsauswertung). Davon zu unterscheiden ist die ortsübliche Vergleichsmiete: die Miete, die für vergleichbare Wohnungen in laufenden Mietverhältnissen üblicherweise gezahlt wird. Für Mieterhöhungen im bestehenden Mietverhältnis ist rechtlich die ortsübliche Vergleichsmiete maßgeblich, nicht der Inseratspreis.
Angebotsmiete
Der in Inseraten geforderte Preis für neu angebotene Wohnungen — echte Marktdaten aus der Inseratsauswertung, aufgeschlüsselt nach Wohnlage, Baujahr, Größe und Stadtteil.
Ortsübliche Vergleichsmiete
Die Miete, die für vergleichbare Wohnungen in laufenden Mietverhältnissen üblicherweise gezahlt wird — die rechtlich maßgebliche Größe für Mieterhöhungen.
Mietpreisentwicklung in Marienheide
Die durchschnittliche Angebotsmiete in Marienheide beträgt aktuell 7,84 €/m², basierend auf Marktdaten aus Wohnungsinseraten. Im Vergleich zum Vorjahr zeigt sich eine Steigerung von 6,0 %. Diese Werte stammen nicht aus einem amtlichen Mietspiegel, sondern spiegeln das aktuelle Angebotsniveau am Wohnungsmarkt wider.
Die Wohnlage beeinflusst die Mietpreise erheblich: Während Wohnungen in einfacher Lage mit 6,47 €/m² angeboten werden, liegt die Angebotsmiete in mittlerer Lage bei 7,85 €/m². In guten Wohnlagen erreichen die Mieten durchschnittlich 9,82 €/m², was einem Aufschlag von etwa 52 % gegenüber einfachen Lagen entspricht.
Das Baujahr der Immobilie zeigt einen deutlichen Einfluss auf die Mietpreise. Altbauten bis 1949 werden mit 6,77 €/m² inseriert, während Neubauten ab 2021 durchschnittlich 10,24 €/m² erzielen. Zwischen den ältesten und jüngsten Baujahresklassen ergibt sich somit eine Differenz von 51 %.
Marktmieten in Marienheide nach Wohnlage
| Nettokaltmiete /m² | 2022 | 2023 | 2024 | 2025 | 2026 |
|---|---|---|---|---|---|
| Einfach | 5,42 € | 5,79 € | 6,00 € | 6,23 € | 6,47 € |
| Mittel | 6,57 € | 7,03 € | 7,29 € | 7,57 € | 7,85 € |
| Gut | 8,23 € | 8,79 € | 9,12 € | 9,47 € | 9,82 € |
Mietpreise in Marienheide nach Baujahr
| Nettokaltmiete /m² | 2022 | 2023 | 2024 | 2025 | 2026 |
|---|---|---|---|---|---|
| bis 1949 | 5,67 € | 6,06 € | 6,28 € | 6,52 € | 6,77 € |
| 1950 - 1979 | 5,86 € | 6,26 € | 6,49 € | 6,74 € | 6,99 € |
| 1980 - 1999 | 6,61 € | 7,06 € | 7,33 € | 7,61 € | 7,89 € |
| 2000 - 2015 | 7,13 € | 7,62 € | 7,90 € | 8,20 € | 8,51 € |
| 2016 - 2020 | 7,76 € | 8,29 € | 8,60 € | 8,93 € | 9,26 € |
| ab 2021 | 8,58 € | 9,17 € | 9,51 € | 9,87 € | 10,24 € |
Durchschnittliche Miete nach Wohnungsgröße
| Nettokaltmiete /m² | 2022 | 2023 | 2024 | 2025 | 2026 |
|---|---|---|---|---|---|
| Bis 45 m² | 7,56 € | 8,07 € | 8,37 € | 8,70 € | 9,02 € |
| 45 - 100 m² | 6,60 € | 7,06 € | 7,32 € | 7,60 € | 7,88 € |
| Über 100 m² | 5,92 € | 6,33 € | 6,56 € | 6,81 € | 7,07 € |
| Einfamilienhaus | 7,69 € | 8,21 € | 8,52 € | 8,85 € | 9,18 € |
Wohnungsmieten in Marienheide
Nach Zimmeranzahl
| Nettokaltmiete /m² | 2022 | 2023 | 2024 | 2025 | 2026 |
|---|---|---|---|---|---|
| 1 Zimmer | 7,70 € | 8,23 € | 8,54 € | 8,87 € | 9,20 € |
| 2 Zimmer | 7,00 € | 7,48 € | 7,76 € | 8,06 € | 8,36 € |
| 3 Zimmer | 6,38 € | 6,82 € | 7,07 € | 7,34 € | 7,61 € |
| 4 Zimmer | 6,37 € | 6,81 € | 7,06 € | 7,33 € | 7,61 € |
| 5+ Zimmer | 6,00 € | 6,42 € | 6,65 € | 6,91 € | 7,17 € |
Nach Etage
| Nettokaltmiete /m² | 2022 | 2023 | 2024 | 2025 | 2026 |
|---|---|---|---|---|---|
| Erdgeschoss | 6,11 € | 6,53 € | 6,77 € | 7,03 € | 7,29 € |
| 1. Stock | 6,54 € | 6,99 € | 7,25 € | 7,53 € | 7,81 € |
| 2. Stock | 6,33 € | 6,77 € | 7,02 € | 7,29 € | 7,56 € |
| 3.+ Stock | 6,60 € | 7,05 € | 7,31 € | 7,59 € | 7,87 € |
Mietpreise für Häuser in Marienheide
Nach Haustyp
| Nettokaltmiete /m² | 2022 | 2023 | 2024 | 2025 | 2026 |
|---|---|---|---|---|---|
| Einfamilienhaus | 7,72 € | 8,25 € | 8,56 € | 8,89 € | 9,22 € |
| Doppelhaushälfte | 6,68 € | 7,14 € | 7,40 € | 7,69 € | 7,98 € |
| Reihenhaus | 5,87 € | 6,28 € | 6,51 € | 6,76 € | 7,01 € |
| Mehrfamilienhaus | 5,51 € | 5,89 € | 6,11 € | 6,35 € | 6,58 € |
Nach Zimmeranzahl
| Nettokaltmiete /m² | 2022 | 2023 | 2024 | 2025 | 2026 |
|---|---|---|---|---|---|
| 3 Zimmer | 5,83 € | 6,23 € | 6,47 € | 6,72 € | 6,96 € |
| 4 Zimmer | 6,36 € | 6,80 € | 7,05 € | 7,32 € | 7,59 € |
| 5 Zimmer | 6,89 € | 7,36 € | 7,64 € | 7,93 € | 8,22 € |
| 6+ Zimmer | 7,29 € | 7,79 € | 8,08 € | 8,39 € | 8,70 € |
Mietpreisbremse & Kappungsgrenze in Marienheide
Mietpreisbremse (Neuvermietung)
Marienheide ist derzeit nicht als Gebiet mit angespanntem Wohnungsmarkt ausgewiesen — bei Neuvermietung ist die Miethöhe nicht auf 10 % über der ortsüblichen Vergleichsmiete begrenzt.
Kappungsgrenze (Bestand)
Obergrenze für Mieterhöhungen im laufenden Mietverhältnis. Erhöhungen gehen nie über die ortsübliche Vergleichsmiete hinaus.
Modernisierungsumlage: Nach einer Modernisierung dürfen bis zu 8 % der Kosten jährlich auf die Jahresmiete umgelegt werden — gedeckelt durch gesetzliche Kappungsbeträge.
Ortsübliche Vergleichsmiete in Marienheide
Ob eine Gemeinde einen amtlichen Mietspiegel führt, entscheidet sie selbst — verbindliche Auskunft dazu erteilt die Stadt- bzw. Gemeindeverwaltung von Marienheide. Ein Mietspiegel ist eine Übersicht über die ortsübliche Vergleichsmiete (§ 558c/§ 558d BGB), die von der Gemeinde oder von Interessenvertretungen der Mieter und Vermieter erstellt wird. Liegt kein Mietspiegel vor, kann die ortsübliche Vergleichsmiete über Vergleichswohnungen oder ein Sachverständigengutachten (§ 558a BGB) begründet werden. Die auf dieser Seite gezeigten Werte sind Angebotsmieten aus Inseraten und dienen der Marktorientierung.
So funktioniert der amtliche Mietspiegel: welche Merkmale zählen?
Innerhalb eines Mietspiegel-Tabellenfeldes entscheidet die Bewertung der wohnwertrelevanten Merkmale (§ 558 Abs. 2 BGB), wo genau eine Wohnung in der Spanne liegt:
1. Bad / WC
Zweites WC, Fußbodenheizung im Bad, hochwertige Ausstattung → aufwertend; fehlende Ausstattung → abwertend.
2. Küche
Moderne Einbauküche, Ceranfeld/Induktion → aufwertend.
3. Wohnung
Balkon/Terrasse, Fußboden, Grundriss, Deckenhöhe.
4. Gebäude
Aufzug, Barrierefreiheit, energetischer Zustand, Fahrradräume, Zustand des Treppenhauses.
5. Wohnumfeld
Lärm, begrünte Innenhöfe, Stellplätze, Aufenthaltsqualität.
Modernisierung
Energetische Sanierung und Modernisierung wirken als Zuschlag innerhalb der Spanne — das Baujahr allein genügt nicht.
So berechnen Sie Ihre ortsübliche Vergleichsmiete (Schritt für Schritt)
- 1
Wohnlage bestimmen. Prüfen Sie im Straßen- und Wohnlagenverzeichnis der Stadt Marienheide, in welcher Wohnlage Ihre Adresse liegt.
- 2
Baualtersklasse & Größe zuordnen. Bestimmen Sie Bezugsfertigkeit (z. B. „1990“) und Wohnfläche (z. B. 70 m²).
- 3
Vergleichswerte heranziehen. Ohne amtlichen Mietspiegel dienen Vergleichswohnungen oder ein Sachverständigengutachten (§ 558a BGB) als Grundlage.
- 4
Merkmale bewerten. Gehen Sie die fünf Merkmalgruppen durch und zählen Sie auf- und abwertende Merkmale.
- 5
Innerhalb der Spanne einordnen. Überwiegen aufwertende Merkmale, rückt der Wert zur oberen Spanne; überwiegen abwertende, zur unteren. Halten sie sich die Waage, gilt der Mittelwert.
- 6
Gesamtmiete berechnen. Wohnfläche × €/m² = ortsübliche Nettokaltmiete pro Monat.
Mieten im Umland von Marienheide
Marienheide liegt mit 7,84 €/m² im mittleren Bereich der regionalen Mietpreisspanne und positioniert sich damit leicht unter dem Durchschnitt der umliegenden Gemeinden. Die Nettokaltmiete bewegt sich zwischen den günstigeren Nachbarstädten wie 7,09 €/m² und 7,39 €/m² sowie den teureren Standorten mit 8,45 €/m² und 8,54 €/m².
Besonders hohe Mietniveaus erreichen die Nachbarstädte mit 8,54 €/m², 8,45 €/m² und 8,34 €/m², während am unteren Ende mit 7,09 €/m², 7,39 €/m² und 7,43 €/m² deutlich günstigere Konditionen zu finden sind. Marienheide ordnet sich mit einer Differenz von etwa 0,70 €/m² zu den teuersten und 0,75 €/m² zu den günstigsten Nachbarstandorten im unteren Mittelfeld ein.
| Name | Ø Miete/m² | Veränderung |
|---|---|---|
| Gummersbach | 8,23 € | +5,0% |
| Kierspe | 7,09 € | +2,2% |
| Wipperfürth | 8,17 € | +4,9% |
| Bergneustadt | 7,80 € | +4,8% |
| Engelskirchen | 8,45 € | +5,2% |
| Halver | 7,43 € | +2,3% |
| Wiehl | 8,34 € | +5,3% |
| Meinerzhagen | 7,39 € | +2,6% |
| Lindlar | 8,54 € | +3,3% |
| Hückeswagen | 8,04 € | +5,7% |
Immobilienpreise in Marienheide
Neben Mietpreisen sind auch die Kaufpreise für Immobilien in Marienheide relevant. Für weitere Informationen lesen Sie gerne die Artikel zum Bodenrichtwert in Marienheide sowie zur Entwicklung der aktuellen Quadratmeterpreise zum Mieten und Kaufen in Marienheide.
Häufige Fragen zu den Mietpreisen in Marienheide 2026
Die durchschnittliche Angebotsmiete (Nettokaltmiete aus Inseraten) in Marienheide liegt aktuell bei 7,84 €/m². Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Miete um 5,9%.
Die Angebotsmieten in Marienheide haben sich im Vergleich zum Vorjahr um 5,9% verändert. Die detaillierte historische Entwicklung finden Sie im Diagramm weiter oben.
Nein. Marienheide ist derzeit nicht als Gebiet mit angespanntem Wohnungsmarkt ausgewiesen – bei Neuvermietung gilt keine Mietpreisbremse.
Im bestehenden Mietverhältnis darf die Miete innerhalb von drei Jahren um höchstens 20 % steigen – und nur bis zur ortsüblichen Vergleichsmiete.
Quellen & Stand der Daten
- Angebotsmieten: laufende Inseratsauswertung, Stand Q1 2026 — Marktdaten, nicht amtlich.
- Rechtsstatus: BBSR-Übersicht zu Mietpreisbremse und Kappungsgrenze — bbsr.bund.de
- Gesetzliche Grundlagen: § 558, § 558a, § 558c, § 558d BGB sowie die Mietspiegelverordnung (MsV) — gesetze-im-internet.de
Hinweis: Diese Seite dient der Information und ersetzt keine Rechtsberatung. Verbindliche Auskünfte zu Mieterhöhung, Mietpreisbremse und ortsüblicher Vergleichsmiete erteilen der amtliche Mietspiegel, Mieter- bzw. Vermietervereine oder eine Fachanwältin/ein Fachanwalt für Mietrecht.